1) Forschungs- und Entwicklungsprojekt
Der Lebenbezogene Ansatz
in der Pädagogik
(Landesmodellprojekt
Mecklenburg-Vorpommern)
Der Lebensbezogene Ansatz wurde seit Beginn der 1990er Jahre von N. Huppertz an der Pädagogischen Hochschule Freiburg entwickelt. Inzwischen ist diese eigenständige pädagogische Position in mehreren Tausend Einrichtungen verwirklicht. (Exemplarisch dazu https://www.lebensbezogener-ansatz.de/zum-ansatz-lba) In der Breite erprobt und exemplarisch evaluiert wurde der Lebensbezogene Ansatz in dem Ladesmodellprojekt des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, und zwar mit mehreren Hundert Kindern, ihren Erzieherinnen und Eltern. Das Modellprojekt lief in den Jahren 1999 - 2002 und wurde vom Land selbst gefördert
Begründet wurde der Lebensbezogene Ansatz im Jahr 1990 von Norbert Huppertz. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass bereits vorhandene Ansätze der Elementar- und Kindergartenpädagogik im Hinblick auf eine fundierte Bildung der Drei- bis Sechsjährigen nicht ausreichend sind. Der Lebensbezogene Ansatz ist ein Bildungsansatz der Frühpädagogik, in dessen Zentrum das pädagogisch begleitete Leben und Lernen des Kindes steht. Das bedeutet u.a., dass durch wertebezogene Erziehungs- und Bildungsziele das Kind zu folgenden Einstellungen für sein gegenwärtiges und zukünftiges Leben gelangt:
- Weltbürgerlichkeit (Erde und Welt gehören allen; der Weltbürger grenzt nicht aus; Andersheit ist für ihn selbstverständlich; )
- Natur- und Umweltbewusstsein (Natur und Umwelt schätzen und schützen)
- Friedensfähigkeit (erfreuliche Beziehungen; Konflikte nicht durch Gewalt regeln; Versöhntsein mit anderen)
- Sicht des Ganzen (das Gegenteil: „Mein Handeln betrifft nur mich.“)
- Er-leben in der Wirklichkeit (originäre Erfahrung in der Natur, statt übertriebenen Medienkonsums)
Der Lebensbezogene Ansatz wurde in zahlreichen Einrichtungen erprobt und mehrfach evaluiert. Als wissenschaftliche Basis liegt dem Lebensbezogenen Ansatz der Partial-Holismus zugrunde.
- Eintrag Wiki: https://marjorie-wiki.de/wiki/Lebensbezogener_Ansatz
- Buchopublikation: http://www.pais-verlag.de/shop/lebensbezogene-paedagogik-und-partial-holismus
- Literatur zum Lebensbezogenen Ansatz:
1) Buch Der Lebensbezogene Ansatz http://www.pais-verlag.de/shop/der-lebensbezogene-ansatz/
2) Buch Erleben und Bilden:https://r.search.yahoo.com/_ylt=AwrkOG0ZG1xnBJoL2ERfCwx.;_ylu=Y29sbwMEcG9zAzEEdnRpZAMEc2VjA3Ny/RV=2/RE=1734118298/RO=10/RU=http%3a%2f%2fwww.pais-verlag.de%2fshop%2ferleben-und-bilden-im-kindergarten%2f/RK=2/RS=GwRnIWzTvjoWMZd7pYKBLoi2CUo-
3) Artikel "Gelingendes Leben: https://www.kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/paedagogische-ansaetze/moderne-paedagogische-ansaetze/gelingendes-leben-als-ziel-der-lebensbezogenen-paedagogik/
- Interview mit N.Huppertz (direkt unten auf dieser Seite oder): hier klicken
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2) Forschungs- und Entwicklungsprojekt
Orientierungsplan - Wissenschaftliche Begleitung (Landesmodellprojekt Baden-Württemberg)
Der Orientierungsplan für die baden-württembergischen Kindergärten.- Im März 2003 kündigte die damalige Kultusministerin Annette Schavan den baden-württembergischen Orientierungsplan an. Das Kultusministerium, Sozialministerium sowie die kommunalen Landesverbände in Baden-Württemberg beschlossen 2004, einen solchen Plan zu entwickeln. In der Konzeptionsphase haben viele verschiedene Personen aus den Bereichen Wissenschaft, Praxis und Politik mitgewirkt. Seit 2006 gab eine vorläufige Fassung des Planes (128 Seiten) mit dem Titel ,,Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten - Pilotphase''. Die Erprobungsphase ging von 2006 - 2009. Dabei war die gesamte Kindergartenlandschaft Baden-Württembergs von Seiten des Kultusministeriums aufgefordert, den Plan in der Praxis zu testen. So sollten eventuelle Schwächen des Plans aufgedeckt und ggf. ausgebessert werden können. Die verbindliche Einführung des Orientierungsplanes war für das Kindergartenjahr 2009/10 geplant.
Unser Auftrag zur wissenschaftlichen Begleitung: Aktivitäten.- Das Kultusministerium und das Wissenschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg beauftrage die Pädagogische Hochschule Freiburg unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Huppertz mit der Durchführung der wissenschaftlichen Begleitung der Erprobung des Orientierungsplanes für den badischen Lndesteileil. Für die Jahre 2006 und 2008 wurde zur quantitativen Erforschung der Implementierung des Planes ein umfassender Fragebogen entwickelt. Ziel der quantitativen Befragungen mittels dieses teil-standardisierten Erhebungsinstrumentes war es, den Umsetzungsstand des Orientierungsplanes in den baden- württembergischen Kindergärten detailliert zu erheben. Hierbei lag das Hauptaugenmerk auf der Rezeption des Planes, der Einstellung gegenüber dem Plan sowie auf Selbstreflexionen der Erzieherinnen bezüglich der Erzieher-Kind-Interaktion (Prozessqualität) gemäß den Vorgaben des Orientierungsplanes. Insofern handelte es sich bei dem Instrument mit dem Titel „Erhebungen zur Pilothase des Orientierungsplanes“ um ein umfassendes Instrument, das den Plan als Ganzes erfassen sollte und sich an die baden-württembergischen Erzieherinnen richtete. Hierzu war der Fragebogen in folgende Teilbereiche untergliedert: Sozialdaten der befragten Erzieherinnen sowie Rahmenbedingungen der Kindergärten, persönliche Einschätzung des Orientierungsplanes (Kenntnisse, Eindrücke, Erwartungen, Wünsche etc.), Selbstreflexion und Selbsteinschätzung bezüglich der Inhalte der sechs Bildungs- und Entwicklungsfelder (Körper, Sinne, Sprache, Denken, Gefühl und Mitgefühl, Sinn, Werte, Religion), Elternarbeit, Bobachtung und Dokumentation, Kooperation mit der Grundschule, Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung. Mittels dieses Fragebogens wurden zwei landesweite Erzieherinnenbefragungen durchgeführt: Sommer 2006 und im Sommer 2008. Darüber hinaus wurden die badischen Leiterinnen im Frühjahr 2007 und im Frühjahr 2008 mittels eines eigens entwickelten Leiterinnenfragebogens zum Orientierungsplan und ihrer Leitungstätigkeit im Hinblick auf den Plan befragt. Die Sichtweis der Erzieherinnen und Leiterinnen wurde durch eine Befragung der Eltern zum Orientierungsplan (quantitative Befragung Herbst/ Winter 2008) ergänzt. Bei der wissenschaftlichen Begleitung der badischen Pilotkindergärten handelt es sich um eine formative Evaluation, d.h. dass die Praktikerinnen dieser Piloteinrichtungen während des Umsetzungsprozesses fortgebildet und unterstützt wurden. Das schloss Coaching, Beratung und Qualitätsentwicklung vor Ort mit ein. Es ging also darum, Hilfestellungen zur Umsetzung des Orientierungsplanes zu geben, aber gleichzeitig auch Möglichkeiten, Grenzen und Schwierigkeiten der Umsetzung des Planes in der Praxis auszuloten, festzuhalten und darüber mit der Praxis ins Gespräch zu kommen. Diese Erkenntnisse waren wichtig als qualitative Vertiefungen der quantitativen Daten und sollten dazu dienen, wichtige Informationen zur Fortschreibung des Planes bzw. zu dessen flächendeckendem Einsatz zu gewinnen. Hierzu wurde die Praxis der Pilotkindergärten mittels unterschiedlicher Verfahren untersucht: Qualitative halbstandardisierte Interviews mit Erzieherinnen der Pilotkindergärten zu deren subjektiven Zugängen zum Orientierungsplan sowie im Hinblick auf z.B. das Bildungs- und Enzwicklungsfeld „Sinn, Werte, Religion“; Dokumentenanalysen des pädagogischen Alltags bei der Umsetzung des Orientierungsplanes durch die pädagogischen Fachkräfte aus den Pilotkindergärten; exemplarische teilnehmende Beobachtungen im Alltag der Erzieherinnen; Videographieren von Erzieher-Kind-Interaktionen in verschiedenen didaktischen Handlungs- und Bildungsformen des Kindergartens (Freispiel, Projekte, geplante didaktische Angebote).
Das Projekt wurde durchgeführt unter der engagierten und maßgeblichen Mitarbeiterschaft von: Dipl.-Päd. Maren Barleben, Dipl.-Päd. Dr. Klemens Gebhard, Friedhile Mellert (Sekretariat), Dipl.-Päd. Moritz Meurer, Studierenden der Pädagogischen Hochschule Freiburg
Berichte / Ergebnisse
- Abschlußbericht der wissenschaftlichen Begleitung des Orientierungsplans/Landesteil Baden, 2009: Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung zum Orientierungsplan - Landesteil Baden
- Zwischenbericht 2008: hier klicken
- Abschlußbericht/ Gesamt/Internetfassung: https://kindergaerten.kultus-bw.de/site/pbs-bw-km-root/get/documents_E-698566054/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/Projekte/kindergaerten-bw/Oplan/KM-KIGA_wissenschaftliche_Begleitung_Abschlussbericht.pdf
- Selbstevaluationsinstrument für Erzieher/innen von Claudia Vossen:
https://phfr.bsz-bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/399/file/2013_05_28_Dissertation.pdf
- Außerdem zur Evaluation von N.Huppertz/T.Karch: Qualitätshandbuch zum Orientierungsplan Baden-Württemberg. Selbst- und Fremdevaluation im Kindergarten: http://www.pais-verlag.de/shop/qualitaetshandbuch-zum-orientierungsplan/
- Lehrfilm von N.H. zum Orienteriungsplan.https://de.video.search.yahoo.com/yhs/search;_ylt=AwrkODUTYwBm3E0fy0tfCwx.;_ylu=Y29sbwMEcG9zAzEEdnRpZAMEc2VjA3BpdnM-?p=huppertz+orientierungsplan&type=Y143_F163_225899_030424&hsimp=yhs-001&hspart=trp&ei=UTF-8&fr=yhs-trp-001#id=1&vid=70c144415a6f57f955df9345c150a7cb&action=view
- Artikel von N.H. zum Orientierungsplan in: KiTa aktuell. Baden-Württemberg 4, 2oo8 , S. 83-86
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3) Forschungsprojekt
Zusammenarbeit von Kindergarten und
Grundschule - "Schulreifes Kind" ("Schureiki")
Es ist ein leidiges Faktum: So gut wie keinen Kindergarten und keine Grundschule gibt es, bei denen alle Kinder problemlos vom Kindergarten in die Schule gelangen. Sie "stolpern" beim Eintritt in die Grundschule. Im Schuljahr 2007/08 gab es in Baden-Württemberg bei 105.000 Kindern mindestens 10.000 "Stolperkinder"; andere Bundesländer liegen gleich. Die Haupthürde liegt im Sprachbereich. Die bisher versuchten sog. "Sprachförderprogramme", aber auch die bisherige "Kooperation von Kindergarten und Grundschule", haben nicht geholfen. "Alle Kinder kommen gut in die Schule und in der Schule gut mit. Kein Kind muss 'stolpern' ", so müssten Motto und Zielsetzung lauten. In unserem Teilprojekt des Landesprojektes "Schulreifes Kind" (2006-2012) wurde an vier Standorten im Umkreis von Heilbronn ein Sonderweg beschritten: Vier Grundschulen arbeiteten mit den Kindergärten, aus denen ihre Erstklasskinder kamen, zwei Jahre vor der Einschulung aufs Engste zusammen. Die Grundidee: Bereits ein Jahr vor der regulären Einschulung wird die "erste Klasse" gebildet und - entweder im Kindergarten oder in der Schule - von Grundschullehrern und (!) Erzieherinnen gemeinsam (!) pädagogisch begleitet. In schulfreundlicher und spielerischer Atmosphäre wird spielend gelernt. Des Weiteren: Da die allermeisten "Stolperkinder" sprachliche Defizite aufweisen, wurde versucht, durch den Ansatz der Lebensbezogenen Sprachbildung bei den Kindern die Schulfähigkeit zu generieren. Der Lebensbezogene Sprachbildungsansatz wurde dabei auf seine Praktikabilität und Tauglichkeit hin evaluiert. Die wissenschaftliche Begleitung dieses Projektes ("Vernetzung von Kindergarten und Grundschule") wurde gemäß dem partial-holistischen Forschungsansatz durchgeführt, wobei außer phänomenologisch-hermeneutischen Prinzipien vor allem quantitative und qualitative empirische Verfahren eine Rolle spielten. Dieses Projekt, das ohne die ihm gewährte personelle und materielle Unterstützung nicht hätte durchgeführt werden können, hat sich gelohnt, und zwar in erster Linie deshalb, weil mehr Kinder besser in die Schule kamen und in der Schule bessere Erfolge hatten. Es gab so gut wie keine „Stolperkinder“, die an der Schwelle des Eintritts in die Schule Schwierigkeiten hatten. Alle Beteiligten – Lehrkräfte, Erzieherinnen, Eltern – bezeugten dieses; die praktischen Erfolge beweisen es.
Die Ergebnisse des Projektes, das unter der Leitung von Prof. Norbert Huppertz wissenschaftlich begleitet und auf seinen Erfolg hin evaluiert wurde, müssten zu folgenden Veränderungen führen: Die Nahtstelle zwischen Kindergarten und Grundschule muss von Grund auf neu bedacht werden. Vieles aus der Tradition „Kooperation Kindergarten – Grundschule“, das man bisher gefördert zu haben glaubt (u.a. Stundendeputate u.ä.), scheint fragwürdig zu sein. Damit verbunden, sind die herkömmlichen Rollenverteilungen bei der „Zusammenarbeit“ anzufragen und in wesentlichen Teilen zu verändern. Es muss endlich – nicht wie bisher, wenn überhaupt, nur gesprochen werden zwischen Kindergarten und Grundschule, sondern es muss zusammen (im Sinne von gemeinsam) gearbeitet (!) werden, wobei der Akzent auf „arbeiten“ zu setzen ist. Nicht nur sprechen, sondern die Kinder gemeinsam fördern und bilden! Lehrer sollen dabei zeitweise in den Kindergarten gehen und dort u.a. mit pädagogisch tätig sein (allerdings sinnvoll und ihren Kompetenzen gemäß), Erzieherinnen und Erzieher sollen zeitweise mit in der Schule tätig sein (sinnvoll und ihren Kompetenzen gemäß. Was dabei „sinnvoll“ heißt, konnten wir in diesem Projekt empirisch aufweisen). Beide, Erzieherinnen und Lehrkräfte, können so die viel zu große Zahl der Kinder, die nicht regulär in die Schule kommen („Stolperkinder“ – seit Jahren im Schnitt 10%, je nach örtlicher Lage bis zu 35%), reduzieren und allen Kindern bessere Förderchancen bieten. Das wäre ein Gewinn für alle, und zwar auch für die sog. „starken“ Kinder, weil diese in der von mir entwickelten und erprobten, alltagsintegrierten Sprachbildung, die den Schlüssel für den hier vertretenen Ansatz bildet, als „Zugpferde“ fungieren. Aus diesem Projekt können und müssten landes- und bundesweit positive Veränderungen hervorgehen.
Abschluß- und Forschungsbericht: hier klicken
( ext.Festplatte "Daten von altem Computer", Schureiki, wichtige Daten, v. 29.9.08 Abschlußbericht)
Literatur:
- https://www.amazon.de/Zusammenarbeit-Kindergarten-Grundschule-Norbert-Huppertz/dp/3451090783
- https://www.eurobuch.de/buch/isbn/3762301026.html
https://syndicatedsearch.goog/aclk?sa=L&ai=DChcSEwj95civvNOHAxUHsIMHHenqBCYYABAPGgJlZg&co=1&gclid=EAIaIQobChMI_eXIr7zThwMVB7CDBx3p6gQmEAQYASABEgJNRfD_BwE&sig=AOD64_0SccSK0qFiQmZKxa0Q7iT2rGet_A&adurl=https://www.ebay.de/itm/305331481734%3Fchn%3Dps%26_ul%3DDE%26norover%3D1%26mkevt%3D1%26mkrid%3D707-134425-41852-0%26mkcid%3D2%26mkscid%3D101%26itemid%3D305331481734%26targetid%3D1404115579173%26device%3Dc%26mktype%3Dpla%26googleloc%3D9041731%26poi%3D%26campaignid%3D17935704717%26mkgroupid%3D139162549385%26rlsatarget%3Dpla-1404115579173%26abcId%3D9301059%26merchantid%3D100500831%26gad_source%3D5&ctype=5&q=&nb=9&rurl=https%3A%2F%2Fde.search.yahoo.com%2F&nm=13&nx=77&ny=72&is=687x247
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4) Forschungsprojekt Migration - Integration - Begabungen fördern("MIB")
Die Förderung und Bildung aller Kinder durch eine wirksame Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule - u.a. zur Verbesserung der Chancengleichheit, besonders von Kindern mit Migrationshintergrund war das Ziel. Das Projekt . bezog sich auf 20 Kindergärten und 6 Grundschulen. Gefördert wurde es durch die Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn (aim). Die Laufzeit ging von 2009 bis 2016. Die uns im Rahmen der erziehungswissenschaftlichen Begleitung übertragenen Aufgaben bezogen sich auf: - die Beratung in pädagogischen Fragen, - Durchführung von Fortbildungen der beteiligten Erzieherinnen und Lehrkräfte aus der Grundschule, - Dokumentation der praktischen Umsetzung, - Evaluation, Qualitätsprüfung sowie Qualitätsentwicklung der pädagogischen Maßnahmen.
In diesem Forschungs- und Entwicklungeprojekt konnte vor allem die Wirksamkeit der von uns entwickelten Lebensbezogenen Sprachbildung nachgewiesen werden - dies nicht zuletzt mit Blick auf die potenziellen sog. "Stolperkinder". Ohne die übrigen teilnehmenden Modellkindergärten in den Hintergund geraten zu lassen sind hier vor allem zwei Einrichtungen hervorzuheben und in bestimmten Bereichen mit ihren Erfolgen zu betonen: Es ist in Schwaigern das Kinderhaus am Gratbuckel unter der Leitung von Diana Reinwald sowie der Katholische Kindergarten St. Ottilia in Eppingen unter der Leitung von Petra Götz. In beiden Einrichtungen konnte exemplarisch die Wirksamkeit der Lebensbezogenen Sprachbildung nachgewiesen werden: Im Kinderhaus am Gratbuckel bei einem besonders hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund durch eine nahezu 100%ige reibungslos Einschulungsquote (d.h. so gut wie keine "StolperKinder") und in St.Ottilia durch eine quantitative Studie der Universität Mannheim (Leitung Prof. Tracy)
Dieses Projekt fand statt unter der engagierten und maßgeblichen wissenschaftlichen Mitarbeit von Dipl.-Päd.in Maren Barleben.
(Bericht: P. Büro, Daten, MIB, Forschungsbericht)
- Forschungsbericht: hier
- Für die Praxis: Die Sprachwerkstatt. Eine neue Möglichkeit der Sprachförderung und Sprachbildung im Kindergarten: http://www.pais-verlag.de/shop/sprachwerkstatt/
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5) Forschungsprojekt "Gemeinsam mit Eltern - zum Wohle der Kinder"
(Stadt Bietigheim-Bissingen)
Der oft zu hörende Slogan "Ohne Eltern geht es nicht" bleibt in manchen Kindertagesstätten nicht selten "Theorie"; Engagement und Eifer in Sachen Beteiligung und Kooperation können erlahmen - wenn die Professionals nicht auf der Hut sind und immer wieder darüber nachdenken, ob sie selbst denn das Richtige tun. In der württembergischen Stadt Bietigheim-Bissingen. Mit Hilfe von eigens entwickelten aktivierenden Befragungsinstrumenten wurden im Jahr 1995 und 1996 der Forschungsfrage nachgegangen, ob und wie Eltern im Kindergarten für mehr Beteiligung und Mitarbeit zu mötivieren sind. An der aktivierenden Befragung beteiligten sich 76 Eltern.
(Datenmaterial, u.a. Aktivierungsmaterial, erhltl. bei N.H.)
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6) Forschungsprojekt Bilinguale Bildung-Französisch im Kindergarten ("Bilibi", INTERREG-Projekt)
Im Juli 1999 setzten sich 22 deutsche Städte und Gemeinden am Oberrhein das Ziel, in ihren Kindergärten die Sprache des Nachbarn - Französisch - einzuführen. Für Deutschland in dieser Form eine völlig neuartige Idee, die im elementarpädagogischen und bildungstheoretischen Bereich auf große Resonanz stieß und in den Kindergärten Zuspruch und Verbreitung fand. In einem politisch, wirtschaftlich und sozial immer schneller zusammenwachsenden Europa erlangen die Regionen eine neue Dimension. Dies gilt uneingeschränkt auch für die Region Oberrhein. Bei den zunehmenden regionalen Vernetzungen und Kooperationen über Landes- und Sprachgrenzen hinaus, kommt den Sprachkenntnissen des Einzelnen eine Schlüsselrolle zu. Zwei- und Mehrsprachenerwerb ist Notwendigkeit und Chance zugleich, die es schon im frühen Kindesalter zu nutzen gilt. Das Sprichwort "Was Hänschen nicht lernt ..." hat insbesondere beim Fremdsprachenerwerb seine Richtigkeit, was durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen und Studien nachgewiesen werden konnte. Diese Entwicklung wurde zusätzlich durch die Einführung einer Fremdsprache in den Grundschulen Baden-Württembergs ab 2001 unterstrichen. Bei unserem französischen Nachbarn im Elsass besteht die Möglichkeit des frühen Fremdsprachenerwerbs zum Teil schon seit zehn Jahren in der "Ecole maternelle". Inzwischen existieren dort zahlreiche zweisprachige Klassen, in denen Kinder ab drei Jahren die deutsche Sprache erlernen können. Auf deutscher Seite bestanden zu Projektbeginn wenige lokale Einzelinitiativen, z.B. in Neuenburg, Müllheim, Offenburg und Baden-Baden. Der Wunsch vor Ort nach Unterstützung, Vernetzung und grenzüberschreitendem Erfahrungsaustausch sowie die Nachfrage nach zusätzlichen Angeboten von Seiten der Eltern ließen die Idee zum Projekt "Bilinguale Bildung im Kindergarten" entstehen. Eine Möglichkeit der Förderung bot sich durch die Gemeinschaftsinitiative INTERREG der Euroopäischen Union.
Im Rahmen der Abschlussevaluation wurden auf deutscher Seite 691 Kinder des Projektes hinsichtlich ihrer sprachlichen und interkulturellen Kompetenz evaluiert. Diese Evaluation wurde in allen teilnehmenden Kindergärten durchgeführt. Bei der Betrachtung der Ergebnisse müssen die durch die verschiedenen Organisationsmodelle verursachten Unterschiede in der Intensität und Häufigkeit der französischen Angebote beachtet werden. Die Kinder zeigen allgemein ein hohes Interesse an der Sprache und beteiligen sich freiwillig (99,2%) und gerne (99,1%) an den französischen Angeboten. Bei der Untersuchung der Sprachanwendung zeigt sich, dass die meisten Kinder (92,1%) Lieder vollständig mitsingen können und Fingerspiele und Reime vollständig mitsprechen (91,3%). Einzelne Wörter (96,5%) und Sätze (89,9%) sprechen sie korrekt nach. Die Kinder wenden die französische Sprache unter Anleitung der Erzieherinnen an: bildgesteuert (83,3%), auf Anfrage (79,2%), bei Spielen (79,2%). Eigene Äußerungen (65,5%) werden von den Kindern eher selten spontan gemacht, d.h. die Kinder benutzen die Sprache zum größten Teil nach Aufforderung. Zur Sprachaufmerksamkeit zeigt sich, dass der größte Teil der Kinder (98%) weiß, dass außer Deutsch auch noch Französisch im Kindergarten gesprochen wird. Jedoch fragen lediglich die Hälfte der Kinder gezielt nach neuen Wörtern (56,1%) oder Redewendungen (48,1%). Ergebnisse zur interkulturellen Kompetenz lassen sich beispielsweise daran aufzeigen, dass die Kinder Unterschiede zu Frankreich (76,5%) und speziell französische Bräuche (77,7%) kennen. Das Interesse der Eltern am Französischangebot ist sehr hoch (86,1%). Insgesamt ist das ein äußerst erfreuliches Ergebnis. - Auch derAustausch mit französischen Einrichtungen ist gelungen. Zu Projektbeginn hatten acht Einrichtungen bereits eine bestehende Partnerschaft mit einer école maternelle in Frankreich. Durch das Projekt konnte die Anzahl auf 23 erhöht werden. Die grenzüberschreitenden Kontakte zwischen den Einrichtungen fanden dabei in Form von gegenseitigen Besuchen, brieflichen Kontakten, gemeinsamen Exkursionen und Festen statt. Zwischen den pädagogischen Fachkräften kamen grenzüberschreitenden Begegnungen zudem durch die Planung von Partnerschaften zustande, z.B. in Form von Telefonaten zwischen den Erzieherinnen und gemeinsamen Arbeitsbesprechungen.- Besonders erwähnenswert ist die Entwicklung von didaktischen Materialien. Folgende Lehr- und Lernmaterialien wurden innerhalb des Projektes erstellt: Eine CD mit 82 französischen Kinderliedern; eine Liedersammlung mit 82 Kinderliedern und didaktischen Hinweisen zum Einsatz im Kindergarten; Ein Videofilm „Bilinguale Bildung – Französisch im Kindergarten“.
Literatur:
- Artikel von N.H.(in PH-FR 2002,2, S.30 f) https://phfr.bsz-bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/37/file/ph_fr_02_2.pdf
- Buchpublikation http://www.pais-verlag.de/shop/franzoesisch-so-frueh
- Französische Kinder- und Begegnungslieder https://www.auer-verlag.de/04606-franzoesische-kinderlieder.html und https://www.auer-verlag.de/06174-franzoesische-begegnungslieder.htm
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Alte Homepage von Bilibi, auf ext. Festplatte P. Büro, Internetpräsenz: file:///D:/daten/Internetpr%C3%A4senz%20Huppertz,%20vielerlei,u.a.LBA-Kinderg%C3%A4rten/Bilibi%20alte%20Homepage%2003/broschuere/Durchfuehrung.htm
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7) Wissenschaftliche Begleitung: Deutsch-französicher
Kindergarten Freiburg
In den Jahren 1992 bis 1994 wurde der deutsch-französische Kindergarten Ecolle maternelle Freiburg unter der Leitung von Norbert Huppertz wissenschaftlich begleitet und beraten. Es ging darum, zwei ziemlich verschiedene pädagogische Systeme miteinander in einklang zu bringen. Gerade in der Elementarpädagogik, also für das Alter von 0 bis 6 Jahre, gibt es zwischen "der" deutschen und "der" französischen Erziehung und Bildung erhebliche Differenzen, die sich von Anfang an zeigten und die es zu "versöhnen" galt.
Eine Reihe der Unterschiede zwischen Kindergarten und Ecolle maternelle sind leicht zu nennen, z.B.: Homogene Gruppe der Kinder oder altersgemischt? Gleitendes Frühstück oder alle gemeinsam? Tagesablauf: Genau strukturiert oder eher frei, z.B. bzgl. des Freispiels; Sprache: Wieviel Deutsch und wieviel Französisch wird gesprochen und somit gelernt? Etc... Das lobenswerte Vorhaben forderte von allen Seiten viel Flexibilität und Kompromißbereitschaft.Die Einrichtung hat eine Kapazität von etwa 70 Kindern in drei Gruppen. Finanziert wird dieser Kindergarten durch dasLand Baden-württemberg, die Stadt Freiburg sowie Elternbeiträge. Frankreich finanziert zu 70 % die französichen Fachkräfte.
Zum weiteren Verständnis: Dieser " Kindergarten ist eine bilinguale und binationale Einrichtung, die es französisch-sprechenden Kindern aus dem Freiburger Umland erlaubt, Unterricht zu erhalten, der ihren Kompetenzen und Interessen entspricht. Ziel des Kindergartens ist es, die Kinder auf die deutsch-französische Grundschule vorzubereiten. Er ist eine private Institution, der von dem Verein école 92 e.V. verwaltet wird. Der Kindergarten wurde von dem Verein école 92 e.V. gegründet, um den Fortbestand des französischen Zweigs des Freiburger deutsch-französischen Gymnasiums sicher zu stellen. Die deutsch-französische Grundschule sowie das deutsch-französische Gymnasium sind öffentliche und binationale Einrichtungen, die den pädagogischen und erzieherischen Zielen beider Systeme (deutsch/französisch) folgen."
- http://ecole92.net/herzlich-willkommen/
- https://web2.cylex.de/firma-home/kindergarten-ecole-maternelle-868278.html
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8) Wissenschaftliche Begleitung Zweitsprachenbildung im
Kindergarten -
Deutsche Schule Rom
Aus mehreren Gründen hatte die Deutsche Schule Rom um das Jahr 2004 einen Bedarf an zweitsprachlicher Qualitätsentwicklung, und das vor allem mit Blick auf ihren zweisprachigen Kindergarten mit sechs Gruppen und der Zielsetzung, dass die Kinder ein zweisprachliches Abitur erlangen sollen. Durch seine Expertise im Rahmen der grenzüberschreitenden Kooperation zwischen deuten Kindergärten und französischen Ecolles maternelles konnte Norbert Huppertz in Kooperation mit Dipl.-Päd ìn Monika Huppertz den Auftrag der wissenschaftlichen Begleitung mit Qualitätsentwicklung in den ahren2004 bis 2006 übernehmen und ausführen. In den vorgesehenen 2 Jahren der wissenschaftlichen Begleitung und Forschungsarbeit ging es u.a. um theoretisch fundierte, bilinguale Praxisentwicklung auf der Basis der Sprachbildung im Lebensbezogenen Ansatz; des Weiteren:Teilnehmende Beobachtung, Beratung und Coaching vor Ort, Erstellung von Begleitmaterial didaktisscher Art sowie von wissenschaftlichen Erhebungs- und Entwicklungsinstrumenten etc. Deutliche Erfolge, z.B. hinsichtlich der Sprachbildungsarbeit für einen erfolgreichen Eintritt in die Grundschule, aber auch mit Blick auf steigende Neuanmeldungen, konnten bald aufgewiesen werden.
Zum Verständnis: "Die Deutsche Schule Rom ist mit ihrer mehr als 170-jährigen erfolgreichen Geschichte eine der ältesten Deutschen Schulen weltweit. Sie ist eine von Deutschland, Österreich und Italien gleichermaßen anerkannte Privatschule. Als Begegnungsschule bietet die DS Rom ihren Schüler*innen ein vielfältiges Bildungs- und Erziehungsprogramm an, was zur Selbstverantwortung erzieht und auf ein Leben in internationalen Zusammenhängen vorbereitet. Sie ist aktiver Teil des Deutschen Auslandsschulwesens mit mehr als 140 Schulen.
... Zur Schule gehört die Krippe, der Kindergarten, die Grundschule und das Gymnasium. Als anerkannte deutsche Auslandsschule bieten wir eine zweisprachige Ausbildung und vergeben, am Ende des Gymnasiums, sowohl das Deutsche Internationale Abitur als auch das italienische Diploma di Maturità, mit ausgezeichneten Kenntnissen in fünf Sprachen."
- Buchpublikation: N.Huppertz (Hg.), Fremdsprachen im Kindergarten. Didaktik. Methodik. Praxis http://www.pais-verlag.de/shop/fremdsprachen-im-kindergarten/
- Deutsche Schule Rom: https://dsrom.de/willkommen/
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9) Forschungsprojekt Waldkindergarten - Bundesweite Studie
Zum traditionellen Kindergarten gibt es inzwischen zahlreiche Alternativen. Eine davon ist der sog. „Kindergarten ohne Wände und ohne Dach“ - der Waldkindergarten. Davon gibt es inzwischen im deutschsprachigen Raum, insbesondere in Deutschland, mehrere Hundert. Im Sommer des Jahres 2000 haben wir sämtliche Waldkindergärten in Deutschland mit einer schriftlichen Befragung zu folgenden Fragen erforscht: Organisation, Struktur, Finanzierung, Ausstattung, Elternschaft und Erzieher, Erfahrungen mit Krankheiten (Zecken , Fuchsbandwurm usw.), Gelände, Didaktik und Methodik etc. Zentrale Fragestellung war, inwieweit der Waldkindergarten eine konsequente Anwendung des Lebensbezogenen Ansatzes darstellt und inwiefern er Kinder in ausreichendem Maße auf die Schule vorbereitet. Laufzeit: 2000-2002 Gefördert von: Pädagogische Hochschule Freiburg.
- Publikation: Scheuring, W.-D. (2000): Qualität und Evaluation im Kindergarten. Beispiel Waldkindergarten. Hrsg. von N. Huppertz. Oberried: PAIS-Verlag : http://www.pais-verlag.de/shop/qualitaet-und-evaluation-im-kindergarten-beispiel-waldkindergarten/
- Artikel von N.H. in PH-FR, S.32 https://phfr.bsz-bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/37/file/ph_fr_02_2.pdf ( Artikel von N.H. in PH- FR, S.32)
- Buch von N.Huppertz: http://www.pais-verlag.de/shop/handbuch-waldkindergarten/
- Film von N.H. zum Waldkindergarten: http://www.pais-verlag.de/shop/kinder-unter-drei-jahren-im-waldkindergarten/
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10) Forschungsprojekt
Kindergartenleitung - empirisch gesehen (Aachen)
Die Aufgaben der Leitung eines Kindergartens gehen weit über über das hinaus, was man sich üblicherweise unter einer Tätigkeit in der Elementarpädagogik vorstellt. Was aber Kindergartenleitung in Wirklichkeit ist und bedeutet, wurde bis zur Durchführung unserer Studie über die Lage in den Kindergärten des Bistums Aachen so gut wie nicht bekannt. Empirische Forschung zu diesem Beruf hatte so gut wie nicht stattgefunden. Im Jahr 1984 konnten wir bei 120 Kindergartenleiterinnen zahlreiche Fragen, wie z.B. Teamarbeit, Leitungsstil, Fortbildung, Praxisberatung und Supervision, Elternarbeit, Kooperation mit der Schule usw. nachgehen. (Unser Forschungsbericht unveröffentlicht; ebenfalls unveröffentlicht dazu die Magisterarbeit E.Schöpl, Problematik von Persönlichkeit und Leitungsverhalten der Kindergartenleiterin, Universität Freiburg)
Jahresbericht.- Außerdem war für die Kindergärten des Bistums Aachen bereits im Jahr 1979 eine Studie über deren Tätigkeiten während des gesamten Kindergartenjahres durchgeführt worden. (Forschungsbericht unveröffentlicht)
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11) Forschungsprojekt
Didaktik des Kindergartens - Situationsansatz
Seit Anfang der 1970er Jahre gibt es im Elementarbereich, also in Krippe und Kindergarten, einen ziemlichen Disput um den ("richtigen") didaktischen Ansatz für die Durchführung der pädagogischen Arbeit. Der Favorit unter den zu diskutierenden Ansätzen schien durch die Unterstützung des Deutschen Jugendinstituts der sog. Situationsansatz zu sein. Verkürzt ausgedrückt kodnnte man sagen: Wer im Kindergarten Beschäftigte fragte, "wonach sie arbeiteten", bekam als Antwort "Situationsansatz". Näheres konnte dann aber kaum gesagt werden. Dem wollte meine Forschungsgruppe - vor allem unter dem geschätzten Mitarbeiter Uwe Tolksdorf - genauer nachgehen, u.a. motiviert dadurch, dass wir in meinem Arbeitsbereich mit unserem "Lebensbezogenen Ansatz" längst eine Alternative zum sog. Situationsansatz entwickelt hatten. Anfang 1988 konnten wir bei 458 befragten elementarpädagogischen Fachkräften des Bistums Aachen der Frage nachgehen, welcher Ansatz denn nun tatsächlich in den Kindergärten praktiziert werde. Eines der Ergebnisse: So gut wie gar nicht wurde in den befragten nordrhein-westfälischen Kindergärten der Situationsansatz umgesetzt. Dieses empirisch belegte Resultat führte vor allem dazu, dass unter meiner Verantwortung weiter an der theoretischen Durchdringung und der praktischen Verbreitung sowie Evaluation des Lebensbezogenen Ansatzes gearbeitet wurde. Inzwischen gibt es in Deutschland mehrere Tausend Einrichtungen, die nach eigener Aussage in ihrer Internetdarstellung nach dem Lebensbezogenen Ansatz arbeiten
Buchpublikation: N.Huppertz Erleben und Bilden im Kindergarten: 1.) http://www.pais-verlag.de/shop/erleben-und-bilden-im-kindergarten/ 2.) http://www.pais-verlag.de/shop/der-lebensbezogene-ansatz/
Forschungsberichte: u.a.: A.Matulla und E.Oswald, Der Lebensbzogene Ansatz - Ausgewählte Aspekte auf der Basis einer Internetrecherche, Freiburg 2008 (unveröffentlicht)
veröffentlichter Forschungsbericht: Artikel von N.Huppertz/U.Tolksdorf "Zur Didaktik des Kindergartens. Wie es um den Situationsansatz steht-Zwischenbericht zu einem Forschungsprojekt", in: PH-FR Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Freiburg 1989/1, S. 6 f.
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12) Forschungs- und Entwicklungsbericht
Jahresbericht der Kindergärten (Aachen)
Das , Bistum Aachen verfügt über 344 Kindergärten in katholischer Trägerschft mit etwa 18.000 Kindern, die von 4.500 Erzieherinnen und Erziehern pädagogische begleitet werden. Für diese Einrichtungen wurde von uns im Jahr 1979 ein Evaluationsinstrument entwickelt, mit dessen Hilfe die pädagogische Arbeit aus einem ganzen Jahr vollständig erhoben und ausgewertet wurde. Vor allen Dingen konnten durch diese unsere Studie zahlreiche Anregungen von seiten des pädagogischen Personals in der Praxis an verantwortlicher Stelle zur Geltung gebracht kommen. (Forschungsbericht unveröffentlicht)
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13) Forschungs- und Entwicklungsprojekt
Singen - Bewegen - Spreche (Landesprojekt Baden-Württemberg)
Hier handelt es sich um ein 2007 bis 2009 vom Landesverband der baden-württembergischen Musikschulen durchgeführtes Projekt zur Kooperation zwischen Kindergarten und Musikschule. Der Modellversuch bezog sich auf 17 Kindergärten und deren Zusammenarbeit mit ihren örtlichen Musikschulen. Die vierjährigen Kinder der beteiligtn Kindergärten nahmen bis zu ihrer Einschlung einmal pro Woche an einer ca. 45minütigen didaktischen Einheit teil, durchgeführt in enger Zusammenarbeit einer Fachkraft aus der Musikschule und einer Erzieherin des Kindergartens. Mit Hilfe des von uns entwickelten Schulfähigkeitsbogens wurde zu zwei Zeitpunkten bei allen teilnehmenden Kindern deren Schulfähigkeitsentwicklung erhoben, und zwar zu den Dimensionen: Motorik (Grob- und Feinmotorik), Kompetenzen (personale und soziale), Wahrnehmung, Arbeitsverhalten, Wissen, Sprache. Es wurde aber nicht, wie es oft geschieht, "nur gemessen", sondern Erzieherin und Musikfachkraft mussten auch angeben, was sie zu tun gedenken, wenn ein Kind z.B. bei dem Item "Einen Ball fangen und einen Ball werfen" "schlecht abschneidet". Das Modell wurde auf der Basis unserer Forschung weitergeführt und verstetigt, schließlich sogar etabliert in der Grundschule. So heißt es u.a. dann auch im Bericht auf der Seite von SBS: "In einer ersten Studie hatte Prof. Dr. Norbert Huppertz den zwischen 2007 und 2009 durchgeführten Modellversuch evaluiert. Die überzeugenden Ergebnisse der Studie gaben einen wesentlichen Anstoß für die Einführung des Landesförderprogramms „Singen – Bewegen – Sprechen“ 2010 durch das Land Baden-Württemberg."
Buchpublikation: N.Huppertz, Handbuch Singen, Bewegen, Sprechen: http://www.pais-verlag.de/shop/singen-bewegen-sprechen/
Außerdem: N.Huppertz, Besser sprechen - mehr Schulflähigkeit: Bögen für Beobachtung, Dokumentation, Förderung im Kindergarten: http://www.pais-verlag.de/shop/besser-sprechen-mehr-schulfaehigkeit/
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14) Forschungs- und Entwicklungsprojekt
Sprachbildung im Kindergarten (Waldkirch)
Sprachbildung, oder wie es oft heißt "Sprachförderung", wurde in ihrer Dringlichkeit von der Stadt Waldkirch erkannt. Allen dortigen Kindergärten wurde im Jahr 2005 das von uns verantwortete Projekt Sprachbildung im Kindergarten angeboten. Im Jahr 2005 fand zuerst die Fortbildungsreihe zur Qualifizierung für Sprachbildung nach dem Lebensbezogenen Ansatz in der Pädagogischen Hochschule unter meiner Leitung statt. In unserem Werbeprosopekt zur Teilnahme an dem Projekt hieß es zu dem Motto: "Alle Kinder kommen mit in die Schule und in der Schule gut mit." Das damit ausgedrückte Ziel besteht darin, dass alle Kinder gefördert werden und dass vor allen Dingen die Anzahl derjenigen Kinder, die herkömmlich am Eingang in die Schule "stolpern", einen besseren Erfolg haben.
Buchpublikation dazu: M.Huppertz/N.Huppertz, Sprachbildung und Sprachförderung in Kindergarten und Krippe – Lebenssbezogen und alltagsintegriert, PAIS-Verlag 2015 http://www.pais-verlag.de/thema/sprachfoerderung/
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15) Forschungs - und Entwicklungsprojekt
Bildung im Vorschulalter. Chance und Verpflichtung. Arbeitskreis Bildung im Vorschulalter Freiburg i.Br.
Maßgeblich beteiligten wir uns im Jahr 2004, also noch vor der von uns durchgeführten wissenschaftlichen Begleitung des Orientierungsplanes, an der Gründung des Freiburger Arbeitskreises, der u.a. durch die Initiative von Min.Rat a.D. Dietrich Elchlepp ins Leben gerufen wurde und dem Freiburger Persönlichkeiten mit hoher Reputation angehörten. Zielsetzung war, die Bedeutung des frühen Lernens in das Bewußtsein der Bevölkerung zu bringen - daher die Formel "Chance und Verpflichtung". Der Arbeitskreis organisierte zahlreiche Vortrags- und Dikussionsveranstaltungen, an denen unsererseits als Hauptreferenten mitgewirkt wurde. Von der Idee her war dabei durchaus eine Assoziation mit der Ende der 1960er Jahre von Freiburg ausgehenden Aktion "Student auf`s Land" erlaubt, nämlich: Chancen und Potenziele (gerade der sonst benachteiligten Kinder) nicht brachliegen zu lassen oder zu versäumen.
Buchpublikation dazu: N.Huppertz, Besser sprechen - mehr Schulfähigkeit, Pais Verlag: http://www.pais-verlag.de/shop/besser-sprechen-mehr-schulfaehigkeit/
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16) Entwiccklungsprojekt
Institut für Qualitätsentwicklung
in der Bildung (Villingen)
Das Institut sagt auf seiner Seite über sich selbst: "Das gemeinnützige Institut für Qualitätsentwicklung in der Bildung, gegründet mit Prof. Dr. Norbert Huppertz, ist eine Einrichtung der Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten. Neben Fort- und Weiterbildungen von pädagogischen Fachkräften bieten wir auch Beratung, Prozessbegleitung, Fachberatung und Implementierung von Qualitätssystemen an. Damit setzen wir uns für die Qualitätsentwicklung und -sicherung sowie die fachlich-konzeptionelle Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen und anderen pädagogischen Institutionen ein. Mit dem IQB leistet die Stiftung einen nachhaltigen Beitrag zur Schaffung, Sicherung und Verbesserung hochwertiger Angebote der Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen."
Nach unseren reichhaltigen Erfahrungen im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung von elementarpädagogischen Einrichtungen war es nur konsequent, den Gedanken einer Institutsgründung auch außerhalb der Hochschule zu verfolgen. Mit Hilfe der Stiftung Lernen, Fördern, Arbeiten (seit 40 Jahren, Sitz in Rottweil) wurde dies möglich. Und so konnte am 3.5.2012 die feierliche Eröffnung des IQB unter hochrangiger Beteiligung stattfinden, u.a.Staatssekrtär Dr. Frank Mentrup. In seinem Festvortrag sagte Prof. Huppertz: "Die Qualitätsfrage lautet: Tun wir das, was wir tun, auch gut genug? Und: Woran messen wir das? Kinder unterzubringen, also Plätze zu schaffen, ist nicht die (große) Kunst, sondern für jedes Kind einen guten, sprich: qualitätsvollen Platz zu schaffen, das ist die Kunst und darum geht es." Das IQB leistet für die Region bis heute eine äußerst wertvolle Arbeit und hat sich sehr gut weiterentwickelt.
Siehe: https://www.lfa.org/das-institut/
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